GSB 7.1 Standardlösung

Schritt für Schritt durch eg-check.de

1. Schritt: Bilden Sie eine Projektgruppe

Die betriebliche Projektgruppe hat den Auftrag, eg-check.de durchzuführen. Dabei sollten möglichst viele und auch kritische Sichtweisen und Argumente ausgetauscht werden. Eine offene und konstruktive Arbeitsatmosphäre ist dafür genauso wichtig wie die Beteiligung verschiedener Interessengruppen. In der Projektgruppe sollten deshalb Mitglieder der Personalabteilung und des Betriebs- bzw. Personalrats sowie Diversity- und/oder Gleichstellungs-Beauftragte vertreten sein. Weitere sachkundige oder für das Thema Entgeltgleichheit engagierte Beschäftigte können hinzugezogen werden. Der Projektgruppe sollten möglichst gleich viele Männer und Frauen angehören. Die Prüfung startet mit einem halbtägigen Einstiegsworkshop, in dem die Mitglieder der Projektgruppe über das Instrumentarium eg-check.de und das Prüfprojekt informiert werden und gemeinsam über Schritt 2 entscheiden.
Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.

2. Schritt: Wählen Sie Entgeltbestandteile und Instrumente aus

Die Projektgruppe muss nicht alle Entgeltbestandteile und Instrumente bearbeiten, sondern es können einzelne Entgeltbestandteile ausgewählt und die hierfür entwickelten Werkzeuge einzeln oder in Kombination genutzt werden. Die Entgeltbestandteile können auch nacheinander, in zeitlichen Abständen bearbeitet werden. Welche Prüfbereiche und Werkzeuge ausgewählt werden, hängt vom aktuellen Interesse oder dem Auftrag der Projektgruppe ab. Denkbar ist auch, dass die Prüfung (zunächst) für eine bestimmte Gruppe von Beschäftigten durchgeführt wird, von der vermutet wird (oder bekannt ist), dass hier Handlungsbedarf in punkto Entgeltgleichheit besteht. Grundlage der Auswahl von Entgeltbestandteilen und Instrumenten ist die Bestandsaufnahme.
Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.

3. Schritt: Sammeln Sie Daten und Informationen

Wie viel Zeit für die Sammlung und Bereitstellung von Daten und betrieblichen Informationen benötigt wird, hängt von den gewählten Entgeltbestandteilen bzw. Instrumenten ab und davon, welche Daten und Informationen im Unternehmen oder der Verwaltung bereits regelmäßig geschlechterdifferenziert zur Verfügung gestellt werden. Die betriebliche Projektgruppe klärt, welche Daten, Regelungen und Informationen erforderlich sind und legt fest, wer für die Zusammenstellung verantwortlich ist.
Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.

4. Schritt: Bearbeiten Sie die ausgewählten Instrumente

In einem Analyse-Workshop bearbeitet die Projektgruppe gemeinsam die ausgewählten Instrumente. Das bedeutet für Statistiken, dass die aufbereiteten Zahlen durchgesehen und interpretiert werden. Werden Regelungs-Checks angewendet, so werden die Fragen und Erläuterungen durchgelesen und Antworten mit Erläuterungen formuliert. Bei Paarvergleichen werden die geforderten Informationen in das Formular eingetragen und verglichen.
Im Praxishandbuch und bei den Instrumenten selbst finden sich weitere Hinweise zu ihrer Bearbeitung.

5. Schritt: Erstellen Sie einen Ergebnisbericht

Der Ergebnisbericht fasst den Prüfprozess und seine Ergebnisse zusammen. Er macht das Prüfprojekt für die Beteiligten, aber auch für andere Personen und Gremien im Unternehmen nachvollziehbar. Außerdem ist der Ergebnisbericht die Basis für die Planung und Umsetzung erforderlicher Maßnahmen. Auch außerhalb des Unternehmens oder der Verwaltung kann der Ergebnisbericht genutzt werden, z.B. für die Öffentlichkeitsarbeit oder als Voraussetzung für das Zertifikat der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.

6. Schritt: Entwickeln Sie Maßnahmen zur Verbesserung der Entgeltgleichheit

Sobald der Ergebnisbericht vorliegt, trifft sich die Projektgruppe zu einem halbtägigen Abschlussworkshop, um über konkrete betriebliche Maßnahmen und ihre Umsetzung zu beraten. Es kann sein, dass zunächst andere Gremien oder Funktionen über die Analyseergebnisse informiert werden müssen. Denkbar ist aber auch, dass bereits konkrete Umsetzungsschritte geplant werden können – also "Wer macht was bis wann?".
Weitere Hinweise finden Sie im Praxishandbuch.